Grundschule Steinrausch Saarlouis

Erweiterung der Grundschule Steinrausch
Saarlouis
Wettbewerb 2017
Auftraggeber Kreisstadt Saarlouis

135791_Steinrausch_fin5_Steinrausch_Rendering fern3_Steinrausch_Rendering nah135791_Steinrausch_fin135791_Steinrausch_fin15_Steinrausch_Steinrausch_Modell 116_Steinrausch_Steinrausch_Modell 214_Steinrausch_Steinrausch_Modell 1

Erweiterung Grundschule Steinrausch Saarlouis

Die Erweiterung der bestehenden Grundschule versteht sich als räumliche und konzeptionelle Ergänzung der architektonischen Idee des Architekten Walter Schrempf. Den wertvollen Ausdruck des bestehenden Gebäudes wahrend, setzt sich der neue kompakte Baukörper zurückhaltend oberhalb des Dreiviertelkreises in die grüne Topographie. Subtil führt der Neubau den Dialog mit dem expressiven Bestand. Das programmatische Prinzip für den ganztägigen Aufenthalt der jungen Schüler zeigt sich in dem raumgreifenden, sich um die eigene Mitte drehenden Baukörper. Nach allen Seiten orientieren sich die Räume und Freibereiche. Differenzierte Ausblicke, Rückzugsbereiche und unterschiedliche freiräumliche Qualitäten, bilden das Fundament für ein erfolgreiches Lernen und einen möglichen häuslichen Ersatz für die jungen Menschen. Über den räumlich gefassten Zugangshof verteilen sich die Schüler sowohl in den bestehenden Halbtagsbereich als auch in die Ganztagsschule. Auf Zugangsebene der Ganztagsschule gliedern sich in dem windmühlenartigen Prinzip die Bereiche der Mensa, der Werk- und Funktionsraum, als Fortführung der Werkräume der bestehenden Halbtagsschule, als auch der Kollegiumsbereich und die Schulleitung. Über die zweigeschossige Halle führt der Weg in die Klassen- und Differenzierungsräume, als auch in die beiden Gruppenräume. Das räumliche Prinzip basiert auf der Möglichkeit innerhalb der vier Jahre in der Schule jeweils eine andere Blickperspektive auf seine Umgebung zu erfahren. Die den Klassenräumen vorgelagerte Loggia dient zum einen als zweiter Fluchtweg, aber auch als Austritt ins Freie, Rückzug und Studium der Natur. Erschlossen wird der bestehende Halbtagsbereich sowohl über den eigentliche Haupteingang als auch einen neuen Verbindungsgang von Altbau und Neubau, der auf selbstverständliche Weise das Wege- und Flursystem der beiden Gebäude verbindet. Eine gemeinsame, aber auch getrennte Nutzung beider Schulen ist somit gegeben. Aufgrund des minimalen Eingriffes in den Bestand ist eine kontinuierliche Nutzung der Halbtagsschule gewährleistet. Temporär wird der Raumbedarf des Dreiklassenpavillons im südlichen an die Straße grenzenden Bereich des Pausenhofes nachgewiesen. Das kompakte, einfache Prinzip findet sich in der Konstruktion wieder. Die Lastabtragung der Betonwände in Sichtqualität bildet den robusten Rücken für die umlaufenden Fensterelemente aus Holz. Aufgrund der hohen Frequentierung der Räume bietet die Ausführung in Sichtbeton im Kern und als Raumbegrenzung eine widerstandsfähige und wirtschaftliche Lösung. Die umlaufende Brüstung dient gleichzeitig als Stauraum für Lehrmittel und Freizeitmaterial. Thermisch von der inneren Schale gelöst wird die Loggia ebenfalls als Stahlbetonelement ausgebildet.