Karl-Friedrich-Gedächtniskirche

Karl-Friedrich-Gedächtniskirche
Karlsruhe
Mehrfachbeauftragung 2017
mit Bayer & Strobel Architekten, Kaiserslautern
Auftraggeber Evangelische Kirche Karlsruhe

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Karl-Friedrich-Gedächtniskirche, Karlsruhe

Würdevoll und zurückhaltend nimmt die Karl-Friedrich-Gedächtniskirche die Aufgabe Gotteshaus und Gemeindezentrum in Einem an. Unter Einbezug der historischen Bestandteile zeigt sich die Kirche nach ihrer Umgestaltung sowohl als Raum der Andacht, als auch Ort der Begegnung. Über den Lindenplatz öffnet sich die Kirche und empfängt den Besucher über die vorgelagerte Treppe. Zwei Wege führen vom Portal sowohl in den Gottesraum im Erdgeschoss als auch zu den Gemeinderäumen im Obergeschoss. Gleich einer Arche umarmt und schützt das Gemeindezentrum die Gläubigen und bildet mit dem Altarraum eine dichte und atmosphärische Einheit. Auf leichten oktogonalen Stützen ruhend formuliert die Schale flexible Räume des Rückzuges als auch Erweiterung des zentralen Kirchenraumes. In räumlicher Ausgewogenheit bieten die Seitenschiffe Orte für unterschiedliche liturgische Andachtsformen, aber auch Raum für das Kirchenkaffee oder das große Gemeindefest, mit der Möglichkeit sich auf den Lindenplatz auszuweiten. Das räumliche Konzept der zuschaltbaren Seitenschiffe zum hohen Mittelraum bildet zugleich die Grundlage für die differenzierte Beleuchtungskonzeption. Kleine Andachten im Seitenschiff oder die gewünschte Atmosphäre beim Taize-Gebet werden durch indirektes Licht gestützt. Nach Norden hin schließt die Sakristei und unterschiedliche dienenden Funktionen der Gemeindearbeit den Kirchenraum ab. Der rückwärtige nördliche Eingang dient als Eingang zu den Gemeinderäumen im Obergeschoss, als auch zu den Räumen im Unterschoss. Die Arche nimmt als Gefäß die eigentlichen Räume der Gemeindearbeit auf. Über den Seitenschiffen befinden sich die Kinderkirche und der kleine Gemeinderaum und rückwärtig der große Gemeindesaal. Aus der hölzernen Schale erwachsend und eine Einheit mit der historischen Decke bildend, schließen die Räume akustisch zum Kirchenraum ab. Die zeitgeschichtlichen Wurzeln nicht verleugnend, wirkt die umlaufende Empore als zentrales architektonisches Moment. Oszillierend zwischen den Funktionen als Ort der Begegnung, des kurzen Innehaltens, oder auch der räumlichen Erweiterung des Kirchenraums bei großen Gottesdiensten. In Einheit der vorgefundenen Materialien und Farben, zeigen sich die neuen Einbauten als Ergänzung des Bestehenden. Stein, Holz und Messing, Alt und Neu verschmelzen und bilden das architektonische Fundament der Karl-Friedrich-Gemeinde.